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Brian Clarke. Life and Death

21. November 2010 – 3. Juli 2011

Brian Clarke zählt heute zu den international bekanntesten Künstlern, die mit Glas arbeiten. Nach den Fenstern der Klosterkirche La Fille Dieu in Romont folgten grosse Projekte mit zeitgenössischen Architekten (u.a. Al Faisalia Komplex in Riad, Pfizer Hauptsitz New York), und kürzlich Glasmalereien für die gotische Kathedrale von Linköping in Schweden. Neben den Gestaltungen am Bau entstehen stets Werke, in denen sich der englische Künstler mit besonderen Themen auseinandersetzt.

Die Ausstellung der neuesten Werkserie Don’t Forget the Lamb und bedeutender Zeugnisse des Schaffens Brian Clarkes aus den letzten zehn Jahren steht unter dem Zeichen des Lebens und der Sterblichkeit. Der Tod seiner Mutter löste eine intensive Beschäftigung mit der Vergänglichkeit und der Erinnerung aus und führte zu einer Reihe von Arbeiten, wie sie in diesem Medium kaum je eindrücklicher geschaffen wurden. Aus der Perspektive des Todes dreht der Künstler die Bedeutung der Materialien um, das Blei als Werkstoff traditioneller Glasmalereien wird zum vorherrschenden Gestaltungsmittel.

Dem memento mori stehen farbvolle Zeichen des Lebens gegenüber, allen voran die Lilien der grossen Glass Wall. Das Lilienmotiv aus einem Ornament in den Fenstern der Sainte Chapelle in Paris wird zu einem Sinnbild für die lebendige Gegenwart der Vergangenheit.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, mit Texten von Brian Clarke und Stefan Trümpler.

Vitromusée Romont – Au Château – Postfach 150 – CH-1680 Romont – Tel. +41 (0)26 652 10 95 – Fax +41 (0)26 652 49 17 – cr:vasb:ivgebzhfrr.pu